PROF. DR. MED.
KARL PHILIPP KUTZNER
SPEZIALIST FÜR HÜFT- UND KNIEENDOPROTHETIK
Das Offset der Hüfte spielt eine entscheidende Rolle für die biomechanische Funktion des Hüftgelenks. Insbesondere bei der Implantation einer künstlichen Hüfte (Hüft-TEP) ist eine exakte Rekonstruktion des Offsets erforderlich, um eine optimale Kraftverteilung, Gelenkstabilität und Muskelfunktion zu gewährleisten. Wird das Offset nicht korrekt wiederhergestellt, können verschiedene Komplikationen wie Instabilität, Muskelschwäche oder sogar chronische Schmerzen auftreten. In diesem Artikel werden die Anatomie, die verschiedenen Arten des Offsets, die Strategien zur Rekonstruktion und die Folgen einer fehlerhaften Offset-Wiederherstellung detailliert erläutert.
Das Offset der Hüfte beschreibt den seitlichen Abstand zwischen dem Zentrum des Oberschenkelkopfes und der Mittellinie des Oberschenkels. Es beeinflusst die Spannung der umliegenden Muskulatur, insbesondere des M. gluteus medius, und trägt zur Stabilität des Hüftgelenks bei. Es gibt drei Hauptarten des Offsets:
Bei der Implantation einer Hüftprothese gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Offset korrekt wiederherzustellen:
Die Medialisierung der Pfanne bedeutet, dass die Prothesenpfanne leicht nach innen (in Richtung Becken) positioniert wird. Dies reduziert die laterale Verschiebung des Gelenkzentrums und ermöglicht eine bessere Lastverteilung im Beckenbereich. Um das Gesamtoffset dennoch beizubehalten, wird das Schaftoffset entsprechend vergrößert. Diese Kombination führt zu einem optimierten Hebelarm der Hüftmuskulatur und verbessert die Stabilität des Gelenks.
Biomechanisch ergibt sich daraus eine höhere Effizienz des Musculus gluteus medius, was postoperative Muskelschwäche minimiert und das Gangbild verbessert.
Ein vermindertes Offset kann dazu führen, dass der Hebelarm der Abduktoren verkürzt wird, wodurch die Muskelkraft abnimmt. Dies kann sich in Gangstörungen, Instabilität und einer erhöhten Luxationsgefahr äußern. Außerdem kann eine geringere Offset-Wiederherstellung zu einer ungleichmäßigen Belastung der Prothese führen, was den Verschleiß begünstigt.
Ein zu großes Offset führt dazu, dass die Muskulatur überdehnt wird. Dies kann chronische Schmerzen, muskuläre Dysbalancen und eine verstärkte Beanspruchung der Bursa trochanterica verursachen, was zu einer Bursitis (Schleimbeutelentzündung) führen kann. Patienten mit einer übermäßigen Offset-Vergrößerung berichten oft von anhaltenden lateral-seitlichen Hüftschmerzen, da die Weichteile einer unnatürlichen Spannung ausgesetzt sind. Zudem kann dies zu einer eingeschränkten Beweglichkeit führen und langfristig die Muskelfunktion beeinträchtigen.
Die exakte Rekonstruktion des Offsets ist entscheidend für den Erfolg einer Hüft-TEP. Eine falsche Wiederherstellung, sei es durch Offset-Verlust oder eine Offset-Erhöhung, kann erhebliche negative Folgen haben, darunter Instabilität, Muskelschwäche und chronische Schmerzen. Moderne Prothesen und chirurgische Techniken ermöglichen heute eine präzisere Anpassung des Offsets, sodass Patienten eine optimale Funktion und Langlebigkeit ihrer Hüftprothese erwarten können. Daher sollte die Offset-Rekonstruktion stets sorgfältig geplant und individuell angepasst werden, um mögliche Komplikationen zu vermeiden.
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PROF. DR. MED.
KARL PHILIPP KUTZNER
FACHARZT FÜR ORTHOPÄDIE UND UNFALLCHIRURGIE
SPEZIELLE
ORTHOPÄDISCHE CHIRURGIE
SPORTMEDIZIN
NOTFALLMEDIZIN
SPEZIALIST FÜR HÜFT- UND KNIEENDOPROTHETIK
PROFESSOR DER UNIVERSITÄTSMEDIZIN DER JOHANNES-GUTENBERG UNIVERSITÄT MAINZ,
LEHRKÖRPER FÜR DAS FACH
ORTHOPÄDIE
ENDOPROTHETICUM RHEIN-MAIN
SPEZIALPRAXIS FÜR GELENKERSATZ UND GELENKCHIRURGIE
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